Hallo! Ich heisse Philipp (Jg. 1995). Mein Weg war kein gerader Strich, sondern ein steiles Auf und Ab – genau das macht mich heute zu dem Coach, der ich bin.
Der holprige Start
Meine Kindheit und Jugend waren geprägt von Traumatisierungen, ADHS und Schwierigkeiten in der Selbstregulation. Wut und Ängste waren meine Begleiter. Mit 15 stand ich auf dem Arbeitsmarkt, innerlich überfordert und ohne zu wissen, wie man eigentlich lernt. Der Tiefpunkt kam kurz vor meinem 17. Geburtstag: Depression, stationärer Aufenthalt. Doch hier begann mein Kampfgeist zu wachsen. Die Lehre zum Metallbauer schloss ich nur mit Mühe ab. Mit 20 Jahren wurde ich Vater und stand mit meiner Partnerin vor der Herausforderung, ohne Berufserfahrung und Geld eine Familie zu managen. Wir lernten notgedrungen, an diesen Aufgaben zu wachsen.
Der Wendepunkt: Lernen zu lernen
Ich wollte nicht mehr ums Überleben kämpfen, sondern gestalten. Ich schrieb mich für den Technischen Kaufmann ein – und merkte sofort: Mein altes „Schul-Ich" hat hier keine Chance. Also ging ich zurück an den Start. Ich brachte mir selbst bei, wie man richtig liest, und entwickelte Methoden, um mir Wissen effizient zu merken. Das Ergebnis? Meine Noten wurden besser, der Aufwand geringer. Ich schloss die Ausbildung erfolgreich ab und arbeitete mich zum Projektleiter und Account-Manager hoch.
Die Berufung: Soziale Arbeit
Ich wollte mein Wissen und meine Geschichte nutzen, um anderen zu helfen – aber fundiert. Ich studierte Soziale Arbeit an der FHNW und arbeitete parallel dazu, seit mittlerweile 5 Jahren, in einer stationären Kinder- und Jugendeinrichtung mit Kindern und Jugendlichen mit individuellen, komplexen Verhaltensauffälligkeiten. Durch die dreifache Belastung von Familie, Studium und Arbeit kenne ich die Sorgen von Familien mit mehreren Belastungsfaktoren aus eigener Erfahrung. Dank meiner selbst entwickelten Lernstrategien absolvierte ich das Studium in verkürzter Zeit (3.5 Jahre) mit einer Abschlussnote von 5.4. Meine Bachelorarbeit zur Traumapädagogik in stationären Einrichtungen wurde zudem publiziert; Bachelorarbeit Traumapädagogik
Heute
Ich bin mittlerweile zweifacher Vater, seit 12 Jahren mit meiner Partnerin zusammen und seit über 4 Jahren rauchfrei. Die schwierigen Jahre liegen heute lange hinter mir – aber sie sind Teil dessen, was ich mitbringe: Ich verbinde meine Lebenserfahrung mit einem soliden theoretischen Fundament. Ich weiss, wie es sich anfühlt, am Boden zu sein – und ich kenne die wissenschaftlichen und praktischen Werkzeuge, um wieder aufzustehen und Ziele effizient zu erreichen.
Was das für dich bedeutet
Genau aus diesen Erfahrungen sind die Themen entstanden, die ich heute mit dir bearbeite: Lernen, Erziehung, Stressbewältigung und der Umgang mit ADHS, der Alltag mit mehreren Baustellen gleichzeitig. Ich kenne den Unterschied zwischen Theorie und dem, was um 22 Uhr am Bürotisch tatsächlich hilft. Mein Angebot richtet sich – wie im Hinweis oben beschrieben – an psychisch gesunde Menschen, die aktiv an ihrer Situation arbeiten möchten. Meine eigene Geschichte ist dabei kein Ersatz für Therapie, sondern die Quelle, aus der meine Methoden und meine Haltung dir gegenüber stammen: zuhörend, nicht wertend, mit Raum für deine eigenen Lösungen. Ich befinde mich aktuell im Aufbau meiner Praxis, deshalb biete ich vorerst Onlinesitzungen sowie Spaziergänge (Walk and Talk) in der Region Gelterkinden, Sissach, Itingen, Lausen und Liestal an.
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